header_02.jpg

Projekte

Archiv

2016

  • 28. April 2016, 19.00Uhr | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Abendvortrag "Kaiser Karl IV. und der Adel an Elbe und Havel" (Uwe Tresp, Düsseldorf und Potsdam)

2015

Vortragsreihe "Das Magdeburger Recht V"

Die bereit fünfte Vortragsreihe zum Thema des Magdeburger Rechts steht diesmal ganz im Zeichen der mittelalterlichen Rathäuser.

  • 3. Mai 2016, 19.00Uhr |Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Vortrag "Mittelalterliche Rathäuser in Deutschland" (Stephan Albrecht, Bamberg)

  • 24. Mai 2016, 19.00Uhr | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Vortrag "Das alte Magdeburger Rathaus" (Claus-Peter Hasse, Magdeburg)

  • 14. Juni 2016, 19.00Uhr | Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Vortrag "Mittelalterliche Rathäuser im Ordensland Preußen und in Schlesien" (Christofer Herrmann, Danzig)

Tagung "Der Magdeburger Reiter - Interdisziplinäre Tagung anlässlich der konservatorischen Bestandsaufnahme und Restaurierung 2011 bis 2015"

6.|7. November 2015, Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg

Der Magdeburger Reiter gilt als das erste erhaltene freiplastische Reiterstandbild im Stadtraum seit dem Ausgang der Antike und ist damit eine der bedeutendsten Skulpturen der mittelalterlichen Kunst- und Kulturgeschichte Europas. Seit seiner Entstehung um 1240 ist er mit der Stadt Magdeburg und deren Bevölkerung untrennbar verknüpft.

Dem Magdeburger Reiter gebührt als städtisches Wahrzeichen und europäisches Erbe besondere Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2011 mit der konservatorischen Bestandsaufnahme und 2014 mit der Einleitung entsprechender restauratorischer Maßnahmen begonnen.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden nun im Rahmen dieser Tagung präsentiert und diskutiert. Restauratoren, Kunsthistoriker und Rechtshistoriker haben ihre aktuellen Forschungsergebnisse vorgetragen und den Magdeburger Reiter aus unterschiedlichen Perspektiven neu beleuchtet.

Aufnahme-MD-Reiter

Die Tagung fand am 6. und 7. November 2015 im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg statt.

Vortragsreihe "Das Magdeburger Recht IV"

Aufgrund der äußerst positiven Resonanz und dem großen Interesse der Besucher wird die Vortragsreihe im 4. Quartal 2015 fortgesetzt.

Die Herausbildung der städtischen Chroniken ab dem 14. Jahrhundert ist ein wesentliches Merkmal der spätmittelalterlichen Kulturlandschaft und zeugt von einem neuen Selbstverständnis der Einwohner sowie von einem neuen Geschichtsbewusstsein. Sie bietet einen interessanten Blick in die Alltags- und Verständniswelt unterschiedlicher Schichten der Stadtbevölkerung.

Im vierten Teil der Vortragsreihe richten wir den Blick wieder verstärkt auf Magdeburg und auf die in der Elbstadt entstandene Geschichtsschreibung.

20. Oktober 2015

Prof. Dr. Stephan Freund (Magdeburg): Zwischen Tradition und Herausforderung - Die Magdeburger Bischöfe und 'ihre' Chronik

17. November 2015

Dr. Klaus Graf (Aachen): Die Magdeburger Schöppenchronik

8. Dezember 2015

Prof. Dr. Ulrich Seelbach: Die Prophetenreime aus dem Magdeburger Rathaus

Sationen der Tafelausstellung "Ottonenland Sachsen-Anhalt. Von der Peripherie zur Zentralregion in Europa" 2015

Die Tafelausstellung, die als Resultat der ZMA-Korrespondenzortausstellung "Ottonenorte" (2012) entstanden war, lädt dazu ein, auf den Spuren der Ottonen verschiedene Schauplätze zu besuchen, die besonders eng mit dem Leben und Wirken der ottonischen Herrscher verbunden sind. Zugleich informiert sie über ausgesuchte politische, gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe ihrer Geschichte.

Die Tafeln machen neugierig darauf, die Originalschauplätze der in Text und Bild beschriebenen ottonischen Geschichts- und Erinnerungsorte in Sachsen-Anhalt auch persönlich kennen zu lernen.

Auch im Jahr 2015 war die Tafelausstellung an den unterschiedlichsten Orten und auch in unterschiedlichen Ausstellungsvarianten zu sehen. So wurde die Ausstellung nicht nur im Raum Magdeburg, sondern auch über Landes- und sogar Bundesgrenzen hinaus gezeit.

Standorte und Impressionen der Tafelausstellung "Ottonenland Sachsen-Anhalt" 2015:

Rathaus der Partnerstadt Magdeburgs LeHavre/ LeHavre (Frankreich)

19. Oktober bis 16. November 2015 als transportables Ausstellungssystem in französischer Sprache

TA LeHavre

Historisches Museum der Stadt Krakau/ Krakau (Polen)

7. Oktober bis 30. November 2015 als transportables Ausstellungssystem in polnischer Sprache

TA Krakau

Allee Center/ Magdeburg

11. bis 26. Mai 2015

TA AlleeCenter

Landesvertretung Sachsen-Anhalts bei der Europäischen Union/ Brüssel (Belgien)

10. März bis 14. Mai 2015 als Plakatausstellung

TA Brüssel

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt/ Halle (Saale)

seit Januar 2015, ständige Ausstellung als Plakatversion

TA Halle

Ostdeutsche Sparkassenstiftung/ Berlin

2. Dezember 2014 bis 25. Februar 2015

TA Berlin OSS

Die 12 Tafeln, jeweils in Höhe von 2,5 Metern und einer Breite von 1 Meter, sind kostenfrei zu entleihen. Die Tafeln sind einseitig bedruckt und können in verschiedener Form gestellt werden. Bei Interesse melden sie sich unter: infoSw@mitRwtelaIK5blterHzEnMaussjtellgLungen28n.de7I


CRACOVIA 3D

Vom 13. Mai bis 26. Juli wurden im Kulturhistorischen Museum Magdeburg virtuelle Rekonstruktionen des mittelalterlichen Krakau in der Sonderausstellung „CRACOVIA 3D. Krakau – Eine Stadt des Magdeburger Rechts“  gezeigt. Die Ausstellung warf einen Blick auf die städtebauliche Entwicklung Krakaus zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert und setzte die umfangreichen Forschungen zur historischen Stadtentwicklung spektakulär in Szene.

Für die Geschichte Krakaus spielte die Bewidmung mit dem Magdeburger Recht im Jahr 1257 eine entscheidende Rolle. Denn erst danach wurde aus dem einstigen Siedlungsensemble eine Stadt mit eigenen Selbstverwaltungs- und Gerichtsbefugnissen. Dies brachte für Herrscher und Bevölkerung große Vorteile mit sich und führte zu einem immensen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich auch in der Architektur erkennen lässt.

Diese städtebauliche Entwicklung wurde in der Ausstellung durch verschiedene Darstellungsformen abwechslungsreich illustriert.

So veranschaulichten Computervisualisierungen die architektonische Entwicklung der Stadt im Zeitraffer nach, während Modelle einzelner Gebäude oder ganzer urbaner Systeme dem Besucher einen völlig anderen Blickwinkel boten. 

Abgerundet wurde die Ausstellung durch eindrucksvolle und historisch bedeutsame Exponate.

Jahresrückblick 2014 "Öffentliche Ausstellungen und weitere Kultur und Bildungsveranstaltungen zum Thema Mittelalter in Sachsen-Anhalt"

Im Jahr 2015 wurde vom ZMA erstmals eine Zusammenstellung von Ausstellungen, Führungen und Veranstalungen zum Thema "Vermittlung mittelalterlicher Geschichte" in und durch Einrichtungen und Vereine im Gebiet Sachsen-Anhalts in Form eines Jahresrückblickes veröffentlicht. Ziel dieser sehr schlicht gehaltenen Publikatuion war es, vor allem den beteiligten Einrichtungen einen Überblick über die themenbezogene Veranstaltungsdichte zu geben und eventuelle Vernetzung und Kooperation zu erleichtern oder zu initiieren. Für den Bericht wurden 115 Museen, Einrichtungen und Vereine, dazu die Mediävisten an den Universitäten des Landes, der Beirat des ZMA sowie Touristiker um die Übersendung von Veranstaltungsinformationen gebeten.

Der Jahresrückblick wurde mit einer Auflage von 300 Stück gedruckt und kostenfrei an die beteiligten Einrichtungen sowie Kultur- und Tourismusverbände ausgegeben. Er steht zudem allen Interessierten online auf der Website des ZMA zur Verfügung.

Vortragsreihe "Das Magdeburger Recht III"

Mit der Ausstellung "CRACOVIA 3D. Krakau - Eine Stadt des Magdeburger Rechts" (13.05. bis 26.07.2015) wurde eine Sonderausstellung zur virtuellen Rekonstruktion der Stadt vom 13. bis 17. Jahrhundert am Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt. Aus diesem Anlass wurden im Rahmen der nunmehr bereits dritten Vortragsreihe Aspekte der räumlichen, baulichen und historischen Stadtentwicklung im Mittelalter näher betrachtet.

Welche Faktoren bedingten die bauliche Ausprägung einer mittelalterlichen Stadt? Welche Stadträume nahmen Schlüsselfunktionen ein? In welchem Zusammenhang standen Stadtarchitektur und geografische Lage des Stadtgebietes, und wie wurde mit dem historischen Erbe der "Stadt" beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg umgegangen?

Diese Themen wurden wieder durch drei spannende Vorträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet:

28. April 2015

Prof. Dr. Werner Freitag (Münster): Der städtische Markt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit

16. Juni 2015

Dr. Arnold Bartetzky (Leipzig): Städtische Identität und Wiederaufbau mittelalterlicher Stadtkerne nach dem 2. Weltkrieg

30. Juni 2015

Prof. Dr. Tomasz Torbus (Danzig): Die Architekturgeschichte Krakaus im 15. bis 17. Jahrhundert

____________________________________________________

2014

Korrespondenzortprojekt "Am Vorabend der
Reformation. Stätten der Frömmigkeit im späten
Mittelalter"

Im Rahmen der Ausstellung „Am Vorabend der Reformation. Alltag und Frömmigkeit in Mitteldeutschland“, die vom 06. November 2014 bis 15. Februar 2015 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt wurde, hatte das ZMA ein umfangreiches Korrespondenzortprojekt eingerichtet.

12 Orte im Bundesland Sachsen-Anhalt, die exemplarisch für Frömmigkeitsformen um 1500 stehen und die an gelebte Frömmigkeit in dieser Zeit erinnern, waren in das Projekt eingebunden. An einigen dieser Orte erwarteten den Besucher neben herausragenden Kunst- und Baudenkmälern zudem Sonderausstellungen, die vertiefende, zumeist lokal gefärbte Einblicke in die religiöse Praxis am Vorabend der Reformation boten:

  • Groß Ammensleben, Klosterkirche
    Reform vor der Reformation. Groß Ammensleben und die Bursfelder Kongregation
  • Halberstadt, Dom und Domschatz
    Von Sündern und Altären – Der Halberstädter Dom am Vorabend der Reformation
  • Magdeburg, Landeshauptarchiv
    Seelenheil mit Brief und Siegel. Ablassurkunden aus dem 13. bis 18. Jahrhundert
  • Quedlinburg, Dom und Domschatz
    Verlust und Gewinn - Die Quedlinburger Stiftskirche im Jahrhundert der Reformation
  • Stolberg, St. Martinikirche
    Zu unserer Seelen Seligkeit – Zeugnisse spätmittelalterlicher Frömmigkeit in Stolberg
  • Zerbst, Franziskanerkloster
    Horet, mercket, vorsteit: dysser verslosene garte bezeyget uns Mariam dy eddele, zcarte. Das Zerbster Prozessionsspiel 1507

Die Jahrzehnte vor der Reformation werden gemeinhin als eine von religiösen Krisen geprägte Zeit angesehen. Eine Kirche, deren Klerus angeblich fragwürdig agierte, und die nach landläufiger Meinung ihre Autorität als moralische Instanz eingebüßt hatte, habe dem Volk weder Vertrauen in den christlichen Heilsglauben, noch in die eigene Institution vermitteln können. In dieser Zeit hätte Luthers Aufbegehren gegen die gängige Ablasspraxis als ein Ventil für den angestauten Unmut gewirkt.

Dieses populäre, wenn auch unreflektierte Geschichtsbild ist bis heute lebendig. Die Geschichtswissenschaft hat sich jedoch von dieser Sichtweise abgekehrt. Denn bei Betrachtung der vielfältigen historischen Quellen zeigt sich, dass die Zeit um 1500 von einer außerordentlichen Kirchenfrömmigkeit durchdrungen war.

Ein Streben nach Verbesserung des kirchlichen Alltags, eine alle Bereiche des Lebens - und der Führsorge für die Toten - erfassende Frömmigkeit sowie eine anspruchsvolle Bildung von Geistlichen und Laien kennzeichneten die Situation. Charakteristisch für diese Epoche war auch das gesteigerte Verlangen, den Gotteshäusern mit aufwändigen An- und Umbauten ein neues  Gesicht zu verleihen. All dies lässt sich entdecken,  wenn man mit offenen Augen in den Kirchen und Museen Mitteldeutschlands unterwegs ist.

Die Jahrzehnte vor der Reformation erweisen sich bei genauem Hinsehen als eine bunte und bewegte Landschaft und keineswegs als ein dunkler und verstaubter Hintergrund, von dem sich der lichte Aufbruch der Reformation abhebt. Vieles, was man für "typisch reformatorisch" hält, hat ältere Wurzeln.

Die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts ist in den letzten zwei Jahrzehnten als Schauplatz der deutschen Geschichte des Hochmittelalters wiederentdeckt worden, als Land der Ottonen, der Romanik, der Dome und ihrer Schätze. Ziel der Sonderausstellung „Am Vorabend der Reformation. Stätten der Frömmigkeit in Mitteldeutschland“und des begleitenden Korrespondenzortprojektes war es, die zahlreichen Orte und Zeugnisse der vorreformatorischen Frömmigkeit im Spätmittelalter in den Fokus des öffentlichen Interesses zu rücken.

Broschüre zum KorrespondenzortprojektFlyer zum Korrespondenzortprojekt

Broschüre KorrOrte - Cover

Flyer KorrOrte - Cover

Vortragsreihe zur Sonderausstellung "Am Vorabend der Reformation. Alltag und Frömmigkeit in Mitteldeutschland."

13. November 2014

Mordechay Lewy (Bonn): Das Bild Jerusalems im späten Mittelalter

27. November 2014

Prof. Dr. Eva Labouvie (Magdeburg): Verbotene Künste. Volksmagie und Volksfrömmigkeit vom Vorabend der Reformation bis ins 18. Jahrhundert

22. Januar 2015

Dr. Hartmut Kühne (Berlin): Magdeburg, Wittenberg, Halle. Reliquien und Ablässe um 1500

05. Februar 2015

Prof. Dr. Enno Bünz (Leipzig): Von neun Teufeln, die den Pfarrer quälen. Kirchliches Leben in Mitteldeutschland vor der Reformation

Die Vorträge fanden jeweils donnerstags um 19.00 Uhr im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg statt.

Schulungen für Ausstellungsführer                            "Am Vorabend der Reformation"

Schulung zur Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg "Am Vorabend der Reformation. Alltag und Frömmigkeit in Mitteldeutschland" und dem Korrespondenzprojekt des Zentrum für Mittelalterausstellungen "Am Vorabend der Reformation. Stätten der Frömmigkeit im späten Mittelalter" (6. November 2014 bis 15. Februar 2015)

Die Jahrzehnte vor dem Beginn der deutschen Reformation gelten nach einem weit verbreiteten Vorurteil noch immer als Krisenzeit, die von klerikalen Missbräuchen, kirchlicher Unordnung und einer allgemeinen sozialen Unruhe geprägt gewesen sei. Diesem populären Geschichtsbild sind in den letzten Jahrzehnten profunde Forschungsergebnisse entgegengestellt worden, welche die religiöse Kultur des 15. Jahrhunderts differenzierter und positiver beschreiben. Dabei erscheint die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert als eine kulturell fruchtbare Zeit, in der eine starke und relativ konfliktfreie Verkirchlichung der gesamten Gesellschaft eine breite religiöse Vielfalt nicht ausschloss.

Die Schulung führte in zwei Teilen in diese Thematik ein. Im ersten Teil erläuterte Kurator Dr. Kühne verschiedene Aspekte mittelalterlicher Frömmigkeit, wie Heiligen- und Reliquienverehrung, Jenseitsvorstellung, Memoria, Pilgerwesen oder geistliches Spiel. Dabei ging es auch um populäre Irrtümer und die Tatsache, dass die Reformatoren als Kinder ihrer Zeit vieles nicht neu erfanden, sondern aktuelle Strömungen der Zeit zuspitzten und weiterentwickelten. In einem zweiten Teil widmete man sich dann den Kunstwerken, die einerseits in der Ausstellung, andererseits an den Korrespondenzorten zu sehen sind bzw. auch um den Kirchenraum und die Architektur der Zeit, die heute noch von der Glaubenswelt der vorreformatorischen Zeit künden. Andachtsbilder, meisterhafte Heiligenfiguren und europaweite Pilgerzeichen wurden ebenso thematisiert wie Flügelaltäre, Kanzeln und Chorgestühl.

Aufgrund des Korrespondenzortprojektes fanden die Schulungen nicht nur in Magdeburg, sondern auch im Norden und Süden des Landes statt.

Folgende Schulungstermine wurden erfolgreich durchgeführt:

06. September 2014 - Magdeburg

13. September 2014 - Hansestadt Werben

27. September 2014 - Stolberg/Harz

11. Oktober 2014 - Magdeburg

Das "Kartographie" - Projekt

Die geographischen Karten der Ausstellungskataloge zu den vier Landesausstellungen im Kulturhistorischen Museum. Überarbeitet von Prof. Dr. Gyula Pápay

Am Kulturhistorischen Museum Magdeburg haben in den vergangenen 13 Jahren vier Landesausstellungen stattgefunden: "Otto der Große, Magdeburg und Europa" (2001), "Heiliges Römisches Reicher Deutscher Nation" (2006), "Aufbruch in die Gotik" (2009) und "Otto der Große und das Römische Reich" (2012). In den aufwändig gestalteten Ausstellungskatalogen sind insgesamt 43 Karten publiziert worden, die in der Wissenschaft einer fortwährenden Nutzung erfreuen. Dem vielfach geäußerten Wunsch, die Karten auch in digitaler Form zugänglich zu machen, ist das ZMA nachgekommen. Die Materialien sind nun seit Ende Juli 2014 auf der Internetpräsenz des ZMA einseh- und nutzbar.

Vortragsrehe "Das Magdeburger Recht II"

Die zweite Trias der 2013 begonnenen Vortragsreihe, welche das Zentrum für Mittelalterausstellungen gemeinsam mit dem Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Kulturhistorischen Museum durchführte, widmete sich diesmal den wirtschaftshistorischen Aspekten des Themenkomplexes:

Wie ging die Verbreitung von Stadtrechten vor sich? Welche Rolle spielten dabei Kaufleute und Handelswege? Wie gestaltete sich der Verbreitungsprozess an der Küste, wie im Binnenland? Wie können wir heute noch auf einzelne Rechtsnormen schließen?

Diesen Fragen wurden in facettenreichen Vorträgen, welche jeweils donnerstags um 19.00 Uhr im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums stattfanden, nachgegangen.

8. Mai 2014

Prof. Dr. Albrecht Cordes (Frankfurt a. M.): Das größte hansische Kaufmannsarchiv: Bücher und Briefe des Hildebrand Veckinchusen (1400 - 1425)

5. Juni 2014

Prof. Dr. Matthias Hardt (Leipzig): Fernhandel - Fürstenherrschaft - Burgstädte

3. Juli 2014

Prof. Dr. Carsten Jahnke (Kopenhagen): Die frühe Phase des Ostseehandels

Tagung "Dome – Gräber – Grabungen. Winchester
und Magdeburg. Zwei Kulturlandschaften des
10. Jahrhunderts im Vergleich"

13./14. Juni 2014 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

Im Jahr 2008 wurden im Magdeburger Dom die sterblichen Überreste der Königin Editha (910-946), der ersten Gemahlin Ottos des Großen aufgefunden. Diese Entdeckung sowie die darauffolgende öffentliche Translation wurden von der Magdeburger Bevölkerung mit Faszination aufgenommen. Zugleich verlieh der spektakuläre Fund der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Editha neue Impulse und rückte auch die Heimat der englischen Prinzessin ins Blickfeld der Forschung. Die internationale Tagung richtete ihr Augenmerk daher auf die kulturellen Kontakte zwischen Winchester, dem Herrschaftsort von Edithas königlicher Familie, und Magdeburg, dem Ort, der für Editha und ihren Gemahl Otto herausragende Bedeutung besaß. Namhafte englische und deutsche Experten der Mittelalterlichen Geschichte, Kultur und Archäologie stellten das sächsische und das angelsächsische Herrschaftszentrum einander gegenüber und vermittelten durch diesen Vergleich neue Einblicke in Politik, Kirche und Kultur des 10. Jahrhunderts.

Die Tagung wurde in Kooperation zwischen dem Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg und dem Zentrum für Mittelalterausstellungen realisiert.


Tafelausstellung "Ottonenland Sachsen-Anhalt. Von der Peripherie zur Zentralregion in Europa"

Die Ausstellungen des Korrespondenzortprojektes „Kaiserorte in Sachsen-Anhalt“ haben in herausragender Weise deutlich gemacht, wie stark die Geschichte der ottonischen Familie mit einzelnen Orten im Land verbunden ist und wie deutlich diese die Region zwischen Harz und Elbe zu Schauplatz und Grundlage ihrer Herrschaft gemacht hat. Diese starke Verknüpfung hochmittelalterlicher Geschichte mit der Region und damit ihre wichtige Rolle für die deutsche und europäische Entwicklung wird in einer reisefähigen Tafelausstellung thematisiert.

Vom 25. Januar bis 09. März 2014 war die Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zu sehen.

Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Otto-von-Guericke.Str. 68-73
39104 Magdeburg

Öffnungszeiten:
dienstags bis freitags 10.00 bis 17.00 Uhr
sonnabend und sonntags 10.00 bis 18.00 Uhr

Am 13. März 2014 wurde die Ausstellung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin präsentiert.

____________________________________________________

2013

Vortragsreihe "Das Magdeburger Recht I"

Das Magdeburger Recht und der eng damit verbundene Sachsenspiegel gehören zu den zentralen Themen mittelalterlicher Geschichte im heutigen Sachsen-Anhalt. Die weite Ausbreitung des sächsisch-magdeburgischen Rechtskomplexes in Mittel- und Osteuropa verleiht dem Thema überdies europaweite Relevanz und Ausstrahlung.

Magdeburger Recht und Sachsenspiegel und die damit verbundenen Entwicklungen auf den Gebieten der Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte standen im Zentrum einer Vortragsreihe, die das Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg gemeinsam mit dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg und dem Zentrum für Mittelalterausstellungen durchgeführt hat.

Die Vorträge fanden jeweils dienstags um 19 Uhr im Kaiser-Otto-Saal im Kulturhistorischen Museum Magdeburg statt. Der Eintritt war frei.

15. Oktober 2013

Vortrag von Prof. Dr. Heiner Lück (Halle): Die identitätsstiftende Wirkung des Magdeburger Rechts

05. November 2013

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Freund (Magdeburg): Bischof, Stadt, Reich - Entwicklungslinien und Probleme Magdeburgs im 12. Jahrhundert

26. November 2013

Vortrag von Prof. Dr. Bernd Kannowski (Bayreuth): Der Sachsenspiegel im Kontext der europäischen Rechtsgeschichte

Workshop "Umgang mit Geschichte und kulturellem Erbe des Mittelalters in Sachsen-Anhalt: Rückblick und Perspektiven"

Workshop des Zentrums für Mittelalterausstellungen am Kulturhistorischen Museum Magdeburg, 18./19.4.2013

Der Workshop richtete sich an alle, die der Ausstellung, Erforschung und Vermittlung des Themas "Mittelalterliche Geschichte in Sachsen-Anhalt" verbunden sind. Das Vortragsprogramm brachte Experten zusammen aus den Bereichen Wissenschaft, Museum, Tourismus und Politik. Ziel war der Austausch über Ländergrenzen hinweg, zu Erfahrungen mit Ausstellungsprojekten, über Erfolgsmodelle zur Arbeit mit regionaler und überregionaler Geschichte und zur Diskussion von Themen, die in Sachsen­ Anhalt für die Identitätsstiftung nach innen und die touristische Attraktivität nach außen genutzt werden können.

Die Ergebnisse dieses Workshops wurden in Form des ersten Bandes der eigenen Schriftenreihe des Zemtrums für Mittelalterausstellungen publiziert.

____________________________________________________

2012

Korrespondenzortprojekt "Ottonenorte"

Der Grundstein für den unvergleichlichen Reichtum an historischen Denkmälern im Raum Mitteldeutschland legte die Herrscherfamilie der Ottonen. Sie machte die Region zu einem europäischen Zentrum und förderte regen Austausch mit anderen Metropolen des Kontinents.

Diese herausragende Bedeutung griff die Landesausstellung Sachsen-Anhalt "Otto der Große und das Römische Reich - Kaisertum von der Antike zum Mittelalter" auf, die vom 27. August bis zum 9. Dezember 2012 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt wurde. Im selben Jahr begaben sich neben Magdeburg sieben weitere Kaiserorte in Sachsen-Anhalt mit Aktionen und Ausstellungen auf die Spuren Ottos des Großen und verankerten die Landesausstellung so im gesamten Bundesland: Gernrode, Halberstadt, Memleben, Merseburg, Quedlinburg, Tilleda und Wallhausen. Alle diese Orte sind mit dem Leben und Wirken Ottos des Großen eng verbunden.


Veröffentlichungen in Kooperation mit dem Kulturhistorischen Museum

  • Wissenschaftlicher Begleitband zur Landesausstellung 2012:                 Leppin, Hartmut; Schneidmüller, Bernd; Weinfurter, Stefan (Hg.): Kaisertum. Eine Ordnungsform im ersten Jahrtausend: Wissenschaftliche Tagung zur Landesausstellung "Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter", Regensburg 2012.
  • Katalog zur Landesausstellung 2012:                                                           Köster, Gabriele; Puhle, Matthias (Hg.): „Otto der Große und das römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter“, Katalog zur Landesausstellung, Regensburg 2012.

____________________________________________________

2011

Internationale Tagung »Herrscherurkunden für Empfänger in Lothringen, Oberitalien und Sachsen (9.–12. Jahrhundert)«

Vom 06. bis 08. Oktober 2011 richtete das Landeshauptarchiv in Magdeburg die gemeinsam mit den Historischen Seminaren der Universitäten Bonn und Leipzig, der Historischen Kommisssion für Sachsen-Anhalt e. V. und in Verbindung mit dem Zentrum für Mittelalterausstellungen Magdeburg veranstaltete Internationale Tagung »Herrscherurkunden für Empfänger in Lothringen, Oberitalien und Sachsen (9.–12. Jahrhundert)« aus.